Mittwoch, 9. November 2011
Dienstag, 8. November 2011
Wanderung über die Isla
Um die Isla mal von der Touristenperspektive kennen zu lernen, haben wir uns am Samstagmorgen (um 4 Uhr morgens!) aufgemacht, den Sonnenaufgang anzuschauen und auf dem Inca- Trail zu den Ruinen bis auf die Nordspitze zu wandern.

| Sonnenaufgang über Challa |
| Hannes, Max und ich erschöpft auf dem Berg angekommen! |
| Von Challa gings über den Inca-Trail zu den Ruinen. |
| "La Roca Sagrada", der Ort, an dem nach einer Legende der erste Inca geschaffen wurde. |
| Die Inca- Ruinen |
| Da sollen angeblich Wachtposten drin gestanen haben. |
| Weiter gings zur nörtlichsten Spitze der Insel |
| Endlich angekommen gabs ein schönes Picknik. |
| Und dann über den Inca-Trail nach Challa-Pampa nach Hause |
Sonntag, 6. November 2011
Arbeiten
Im Moment arbeiten wir daran, die staubige Fläche zwischen Küche und Hostel in eine grüne Wiese zu verwandeln. Das geht nicht so wie in Deutschland: Blumenerde kaufen, Samen einsäen und fertig. Nein: Das dauert etwas länger und ist etwas anstrengend!
Zuerst hat der Vater von Nelson umgegraben.
Danach wurden die groben Erdklumpen zerklopft.
Dann wurden Haufen mit Erde aufgeworfen und durchgesiebt, um die großen Steine auszusortieren.
Nach dem Durchsieben wurde planiert.
Vor ein paar Tagen sind wir dann über den Berg gelaufen und haben aus einem Tal fruchtbare Erde geholt, die dann auf der Fläche verteilt wird. Mit Säcken voller Erde auf dem Rücken ging es dann über den Berg zurück nach Hause.
In den nächsten Tagen werden wir wohl einen weiteren Teil des Gartens umgraben und durchsieben und danach wir eingesät. Ich freue mich schon auf eine schöne Wiese zum Sonnen!
| Das ist genau das, wonach es aussieht: Sehr viel Arbeit, Blasen an den Haenden und Muskelkater! |
Perritos
Vor ungefähr sechs Wochen hat Luna Welpen bekommen. Seit dem mussten die kleinen oft als Fotomodell herhalten. Seit sie vor einer Woche Namen bekommen haben und angefangen haben das Grundstück zu erkunden sind wir ganz verrückt nach ihnen.
| Luna mit sieben Welpen, von denen es leider nur fuenf geschafft haben |
| Das sind die fuenf: Maxito, Blacky, Hannes, Luca und Gordo |
| Hannes |
| Nelson mit Maxito, Blacky und Gordo- im Hintergrund ich mit Cielo |
| Maxito mit seinem Paten Max |
| ...und Luca unter meinem Hut. |
Freitag, 4. November 2011
Bolivien erregt Aufmerksamkeit in Europa
In den letzten Monaten sind gleich zwei wichtige Dinge in der Politik Boliviens passiert. Ein Protestmarsch zur Erhaltung eines Naturparks und eine Volkswahl aller Justizorgane sind der Grund für das Interesse der Presse in Bolivien. Aber eins nach dem anderen:
Protestmarsch zur Erhaltung des Nationalparks Tipnis
Etwa 2000 Menschen indigener Abstammung sind über 450km nach La Paz gelaufen, um gegen den Bau einer Straßenverbindung durch einen Naturnationalpark zu protestieren. Der Bau ist seit drei Jahren genehmigt und auch die Finanzierung steht, aber niemand hat nach der Zustimmung der indigenen Bevölkerung gefragt. Bei dem Protest treffen sehr alte Differenzen verschiedenen Ethnien hier in Bolivien zusammen. Indigen ist leider nicht gleich indigen: In der neuen Verfassung, die seit 2009 gilt, sind 36 verschiedene Ethnien geschützt. Die Cocalero-Gewerkschaft, die Cocabauer- Vereinigung, aus der Evo Morales hervorgegangen ist, befürwortet die Straße als Entwicklungschance. Die Straße zerstört aber nicht nur den Naturpark, es wird auch befürchtet, dass sie auch als Kokain-Ausfallachse nach Brasilien dienen wird. Evo Morales hat auf die Proteste mit Polizeigewalt reagiert, woraufhin zwei seiner Minister zurückgetreten sind. Angeblich hat jetzt Evo Morales den Bau der Straße gestoppt - ich bin gespannt wie es weiter geht.
Volkswahl der Justizorgane
Da viele Richter korrupt sind und nicht das Vertrauen der Bevölkerung genießen, hatte Evo Morales gefordert, die Richter direkt vom Volk wählen zu lassen. Das wurde am Sonntag, dem 16.10. getan. Das ganze Land stand still, da per Gesetz kein Auto fahren durfte und alle wählen gehen mussten. Das traurige Ergebnis ist aber, dass in Santa Cruz fast 70% der Stimmabgaben und Schätzungen zufolge landesweit etwa 50% der Stimmen leer oder ungültig waren. Der Grund dafür liegt in der Auswahl der Kandidaten zur Richterwahl. Aus rund 950 Kandidaten wurden im Kongress (vergleichbar mit dem Bundestag) 110 mit 2/3-Mehrheit ausgewählt. Da aber die MAS-Partei von Evo Morales selbst über 68% aller Stimmen im Kongress hat, glauben viele nicht an die Objektivität und Neutralität der Richter. Da in Bolivien Wahlzwang herrscht (wer nicht wählen geht, kann drei Monate lang keine Bankgeschäfte tätigen), haben die Wähler mit leeren und ungültigen Stimmzetteln reagiert. Die Regierung rühmt sich dabei jedoch mit einer Wahlbeteiligung von 90% und ignoriert die Ablehnung der Wahl durch etwa die Hälfte der Bevölkerung. Mitte November wird das endgültige Wahlergebnis veröffentlicht und die Richter ins Amt eingeführt, da dafür nur die einfache Mehrheit der gültigen abgegebenen Stimmen benötigt wird.
Unterrichten
Unterrichtern- das wird für mich inzwischen zur Routine… es gibt laute Klassen, anstrengende Klassen, doofe Klassen. Die die häufigsten Lehrervokabeln habe ich inzwischen drauf: wir fangen jetzt an, setzt dich hin, sei leise, mach weiter, sehr schön gemacht…
Ich merke immer wieder sehr deutlich, wie meine Laune vom Unterricht und den Schülern abhängt. Wenn die Schüler nicht so gut mitmachen oder es zum Ende der Stunde in Chaos ausartet, frage ich mich ob es überhaupt Sinn ergibt hier Englisch zu unterrichten. Wenn dann aber das Unterrichtskonzept besser klappt als gedacht und die Klasse zum Beispiel ruhig Memory spielt und ich aufgefordert werde mitzuspielen, macht die Arbeit richtig Spaß und die Vorbereitung und die anstrengenden Klassen sind erstmal vergessen.
| Die Kinder sind immer ganz wild auf Fotos und draengeln immer. |
| Man soll ja keine Lieblingsschueler haben, aber die Kleine an meinem Arm ist einfach so suess. |
| Ich bei der Arbeit. |
| Klatschspiele sind in der Fuenften ganz beliebt. |
| Meine fuenfte Klasse |
| Die erste Klasse beim Ausmalen von Fruechten |
La Paz
Ein verlängertes Wochenende in La Paz war nach zwei Wochen Isla bitter nötig zum Einkaufen, Skypen und Mal-was-anders-sehen. Hier einige Eindrücke von der meiner Meinung nach westlichsten Stadt Boliviens:
| Hannes, Max und ich auf dem Boot nach Copacabana |
| Waehrend der Busfahrt durch das Altiplano nach La Paz |
| Blick auf La Paz |
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